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Forschungsprojekte/ Kooperation

P-SUP

P-SUP - Personalisiertes Selbstmanagement Unterstützungsprogramm

Das Forschungsprojekt P-SUP erprobt neue Ansätze um Menschen, die an Diabetes Mellitus Typ 2 und / oder koronarer Herzkrankheit leiden, beim Selbstmanagement ihrer Erkrankung zu unterstützen. Dazu werden die bestehenden strukturierten Behandlungsprogramme (Disease Management Programme, DMP) für chronisch Kranke mit Diabetes mellitus Typ 2 und koronarer Herzkrankheit durch ein neu entwickeltes, individuell zugeschnittenes Selbstmanagement Unterstützungsprogramm erweitert. Das Programm besteht aus 4 Komponenten:

  1. Peer-Support Gruppen, die von Betroffenen geleitet werden. Die Teilnehmer der Gruppen werden mehrmals von professionellen (Sport-)Therapeuten angeleitet, sich ausreichend zu bewegen und ausgewogen zu ernähren und treffen sich dann 1 Mal pro Woche
  2. Eine Online Plattform, welche die Themenbereiche Sport/körperliche Aktivität, Ernährung und Motivation zur Verhaltensumstellung vermittelt und den Teilnehmern sowie Gruppenleitern Möglichkeit zum Austausch gibt.
  3. Ein bedarfsorientiertes Telefoncoaching zur motivationalen Unterstützung bei der nachhaltigen Veränderung des Gesundheitsverhaltens für ausgewählte Teilnehmer.
  4. Personalisierte Feedbackberichte zu den Laborwerten und weiteren klinischen Parametern, die mit dem Hausarzt besprochen werden.

 

  • Studienteilnehmer (Versicherte der AOK Rheinland / Hamburg und BARMER) werden durch Hausarztpraxen, die von den beteiligten Instituten für Allgemeinmedizin (Aachen, Bonn, Essen, Düsseldorf, Köln) rekrutiert wurden, für die Studienteilnahme geworben. Die Studienregion liegt im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Insgesamt sollen ca. 1.700 Patienten eingeschlossen werden. Langfristig soll der Krankheitsverlauf bei den Betroffenen durch das verbesserte Selbstmanagement und Veränderungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten positiv beeinflusst werden. Hauptzielkriterium ist eine Verminderung der Krankenhauseinweisungen.
  • Laufzeit: November 2019 – Oktober 2023
  • Konsortialführung: Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universitätsklinik Köln (Prof. Dr. Stephanie Stock)
  • Fördernde Institution: Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Weitere Informationen finden Sie auf www.p-sup.de .

 

Hafo NRW

Am Schwerpunkt Allgemeinmedizin konnte ein Verbundprojekt zum Aufbau eines nachhaltigen allgemeinmedizinischen Forschungspraxennetzes eingeworben werden, um die allgemeinmedizinische Forschung im Rahmen des "Masterplans Medizinstudium 2020" zu stärken.

Das Hafo.NRW besteht aus den allgemeinmedizinischen Instituten/Lehrbereichen der Universitäten Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf (Verbundleitung), Essen, Köln, Münster und Witten und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über 5 Jahre mit insgesamt 3,75 Mio. Euro gefördert.

Die Kölner Standortleitung übenehmen Prof. Dr. med. August-Wilhelm Bödecker und Prof. Dr. med. Jörg Robertz.

Ziel des Projekts mit Namen „hafo.nrw“ ist der nachhaltige Aufbau einer hausärztlichen Forschungsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen (NRW): Jeweils ein Tandem aus Arzt/Ärztin und Arzthelfer*in pro Praxis soll in der Versorgungs- und epidemiologischen Forschung trainiert werden – ein Teil auch in klinischer Forschung – und in Projekten eng mit den Universitäten zusammenarbeiten. Bundesweit werden sechs solcher Verbünde gefördert, die über eine zentrale Koordinierungsstelle miteinander vernetzt sind und zukünftig auch zusammenarbeiten sollen.

Etwa 90 % der medizinischen Versorgung findet im niedergelassenen Bereich statt, davon ein Großteil in Hausarztpraxen. Der Verbund hafo.nrw wird einen wichtigen Beitrag zu solider Forschung mit hoher methodischer Qualität in diesem wichtigen Sektor leisten und darüber die allgemeinmedizinische Forschung insgesamt langfristig stärken.

Ansprechpartnerin und wissenschaftliche Projektkoordination: Larisa Pilic, Kerperner Str. 62, 50937 Köln, .