StudiPat®

StudiPat® - studienbegleitende Patientenbetreuung ist ein obligates Lehrformat an der Universität Köln.

Die Studierenden sollen im Rahmen des StudiPat frühestmöglich, ab dem 1. Semester,  Kontakt mit einem Menschen bekommen, der aufgrund von Störungen seiner Gesundheit regelmäßig hausärztlich versorgt wird. Sie erlernen, die Persönlichkeit eines Patienten wahrzunehmen, sein Umfeld, seine Anamnese, auch in mehreren Abschnitten, zu erfahren und ärztlich orientierte Gespräche zu führen.

Themenkatalog des StudiPat

  • Soziale Anamnese: Familie, Beruf, Hobbys, soziales Umfeld
  • Krankheitsgeschichte: Welche Erkrankungen sind wann aufgetreten? Wie haben Erkrankungen das Leben verändert? Welche aktiven Leistungen zum Gesundheitserhalt erbringt der Patient? Wie wird die Lebensqualität empfunden?
  • Arzt-Patient: Erfahrungen mit Ärzten und Kliniken. Was erwartet der Patient von (s)einem Arzt? Welche Defizite im Gesundheitssystem werden offenbar?
  • Erlebte Anamnese: Wie wirkt der Patient? Welche Assoziation löst das Gespräch mit dem Patienten aus?

FAQszum StudiPat®

StudiPat®-Agenda

1. Semester: Dossier mit biografischen Daten, Krankheitsanamnese, Behandlungsgegenstände, durchgeführte Maßnahmen, geplante diagnostische/betreuerische/therapeutische Schritte (Kritische Durchsicht und Kommentierung durch LA, entsprechendes Testat im „Laufzettel“).

2. Semester: Bericht über den zurückliegenden Zeitabschnitt hinsichtlich aktueller Behandlungsanlässe, Untersuchungen, Ergebnisse und vorgesehener Maßnahmen in Form eines Arztbriefs, ggf. mit Begründungen für oder gegen entsprechende Entscheidungen (an LA, durch ihn/sie kritische Durchsicht und Kommentierung, Testat im Laufzettel).

3. Semester: Gespräch mit Lehrarzt / -ärztin über den/die Pat., (nur ausnahmsweise in deren/dessen Gegenwart) im Sinne einer Pat.-Vorstellung (analog „Chefarztvisite“) ggf. mit Erläuterungen des/der Lehrarztes / -ärztin zu den erfolgten und geplanten Maßnahmen.

4. Semester: Verläuft wie das 2. Semester. Abgabe der StudiPat®-Mappe im Sekretariat der Allgemeinmedizin zur Einsichtnahme und Feststellung der Erbringung der geforderten Leistungen.

5. Semester: Verläuft wie das 2. Semester.

6. Semester: Verläuft wie das 3. Semester.

7. Semester: Verläuft wie das 2. Semester.

8. Semester: Abschlussbericht mit Überblick über den gesamten Betreuungszeitraum. Persönliche und kritische Wertung des Erlebten, fachliche prognostische Einschätzung. Abgabe der vollständigen StudiPat®-Mappe im Sekretariat zur Benotung und ggf. Kommentierung.

Was sind die Lernziele des StudiPat®

  1. Allgemeinmedizin als Leistungsbereich der medizinischen Versorgung 
    • für die Versorgung von Menschen mit unausgelesenen Beschwerdebildern
    • für die Diagnostik und Therapie der häufigen Gesundheitsstörungen
    • für die fachliche Betreuung chronisch Kranker
    • für die Akutversorgung von Akutbeschwerden
    • für niedrigschwellige gesundheitliche Beratung und Behandlung von Menschen aller Altersstufen
    • für Prophylaxe und Prävention 
    • für die medizinische Versorgung wenig mobiler Patienten (Hausbesuche)
    • für präfinale Betreuung unheilbar Kranker
    • für Kooperation mit allen Spezialdisziplinen der Schulmedizin
    • für Integration aller sozialen, medizinisch ergänzenden Einrichtungen
    • für kritische Medikation und Verordnung von Heilmitteln
    • für kompetentes Verzichten    

  2. Anamnesetraining
  3. Verfassen eines prägnanten Arztbriefs
  4. Pointierte und sachgerechte mündliche Patientenvorstellung
  5. Unterscheidung von Krankheit und Kranksein
  6. Hermeneutisches Fallverständnis
Wo finde ich die erforderlichen Unterlagen zum StudiPat®-Programm?

Hier finden Sie die erforderlichen Formulare zum StudiPat®-Programm:

Wie läuft das erste Semester ab?

Im ersten Semester gibt es eine Einführungsveranstaltung. Eine weitere Vorlesung findet in kleinen Gruppen bis 40 Studenten statt. Ihre Gruppeneinteilung finden Sie aktuell bei Klips 2.0.

Es soll erlebt werden, dass Krankheit und Kranksein nicht gleichzusetzen sind.

Die die Allgemeinmedizin in besonderem Maß bezeichnenden Begriffe

  • Erlebte Anamnese
  • Langzeitkontakt
  • Unausgelesenes Krankheitsgut
  • Multimorbidität
  • Abwartendes Offenlassen
  • Kompetentes Verzichten
  • Grundversorgung

sollen ebenso verstanden werden wie die Dynamik von Schnittstellen zu gebietsärztlicher Diagnostik und Therapie sowie die Grundzüge des Gesundheitssystems. Dieses Wissen ist nicht nur erforderlich für diejenigen Studierenden, die das Fachgebiet Allgemeinmedizin anstreben, sondern auch unverzichtbar für alle anderen ärztlichen Tätigkeiten. Um diese Ziele zu erreichen, stehen zahlreiche hausärztliche Praxen in Köln und Umgebung zur Verfügung, die unentgeltlich an der Ausbildung beteiligt sind.

Die Studierenden wählen eine dieser Praxen aus und bewerben sich dort um Aufnahme. Der Ausbildungsarzt wählt einen seiner Patienten aus und führt nach dessen Einwilligung und entsprechender Terminabsprache diesen mit dem Studierenden zusammen. Dieser Patient soll möglichst chronisch krank und multimorbide sein und er sollte eine angemessene Prognose haben.

Der Erstkontakt findet regelmäßig in der Hausarztpraxis statt, der Ausbildungsarzt weist den Studierenden in die Situation ein und berät auf Bitte des Studierenden in organisatorischer und fachlicher Hinsicht. Weitere Kontakte mit dem Patienten sollten zumindest einmal in der Wohnung des Betreffenden stattfinden und in der Regel persönliche Treffen sein. Die Kontakthäufigkeit ist freigestellt; es soll gewährleistet sein, dass der Studierende stets über den gesundheitlichen Zustand und wichtige biografische Entwicklungen informiert ist.

Was sind Ausbildungspraxen?

Die Ausbildungspraxen werden von Ärztinnen und Ärzten in Köln und Umgebung geführt, die in der hausärztlichen Grundversorgung (Primärversorgung) tätig sind und die sich an der akademischen Ausbildung der Medizinstudenten beteiligen durch Coaching im Rahmen des StudiPat®-Programms und Durchführung des Blockpraktikums. Die Praxen stehen gegebenenfalls zur Verfügung als Datenpool für wissenschaftliche Erhebungen zu Fragen der Primärversorgung.

Wie finde ich eine Ausbildungspraxis?

Auf unserer Liste der Ausbildungspraxen stehen zahlreiche hausärztliche Praxen in Köln und Umgebung zur Verfügung die unentgeltlich an der Ausbildung beteiligt sind. Sie wählen eine dieser Praxen aus und bewerben sich dort um Aufnahme. Der Ausbildungsarzt wählt einen seiner Patienten aus und führt nach dessen Einwilligung und entsprechender Terminabsprache diesen mit dem Studierenden zusammen.

Ich habe eine Praxis gefunden, die nicht auf der Liste der Ausbildungspraxen steht - geht das?

Erste Voraussetzungen für die Akkreditierung einer neuen Ausbildungspraxis sind: 

  1. Die Praxis befindet sich in einem Radius von 80 km zu Köln.
  2. Es handelt sich um eine hausärztlich allgemeinmedizinisch tätige Praxis (keine Facharztpraxis).

Bitte teilen Sie uns dann die Kontaktdaten der interessierten Praxis mit. Wir schicken der Praxis alle benötigten Informationen und Unterlagen zu.

Ich finde aufgrund von Corona keine Praxis für das StudiPat-Programm.

Alternativ für die Studierenden, die bis jetzt noch keine Ausbildungspraxis gefunden haben:

Die Studierenden mit Studienbeginn im SS 20, WS 20/21 und für Studierende mit Studienbeginn im SS 21 führen aufgrund der Corona -Pandemie das StudiPat in veränderter Form durch. Der während vier Studienjahre zu betreuende Mensch (Patient) wird im Verwandten- oder Bekanntenkreis von der/dem Studierenden selbst ausgewählt (und um sein/ihr Einverständnis befragt). Der Patient soll erwachsen sein, an mindestens 1 chronischen (Dauer) Erkrankung leiden, sich in regelmäßiger hausärztlicher Behandlung / Kontrolle befinden.

Mit dem behandelnden Arzt ist Kontakt aufzunehmen, das Projekt zu erläutern, und er ist um eine Unterstützungszusage zu bitten.
Die Dossier-/Arztbriefschreibung erfolgt wie üblich.

Was ist mit der Unterstützungszusage gemeint?

Mit der Unterstützungszusage ist die Bereitschaft des betreuenden Arztes gemeint, Ihnen Zugang zu den Patientenakten zu gewähren, die Bereitschaft die Dossiers zu lesen und ggf. mit Ihnen zu kommunizieren. Dies kann in Ausnahmefällen (wenn die Praxis sehr weit entfernt ist) und nach Absprache mit dem betreuenden Arzt  auch telefonisch und per Mail erfolgen.

Handelt es sich dabei um eine schriftliche Vereinbarung oder kann sie auch mündlich getroffen werden?

Die schriftliche Vereinbarungserklärung mit dem betreuenden Arzt und die Einverständniserklärung mit dem Patienten muss auf jeden Fall eingeholt werden.

Die StudiPat-Praxis ist sehr weit entfernt - wie ist das dann mit den Unterschriften/Stempeln der Praxis?

Für die benötigten Unterschriften / Stempel würde in solchen Ausnahmefällen auch eine Bestätigung des betreuenden Arztes per E-Mail ausreichen.

Darf der betreuende Arzt auch Internist sein?

Beispielfrage: Aufgrund der Corona Situation können wir uns ja einen Patienten aus unserem persönlichen Umfeld suchen und so den Kontakt zum behandelnden Hausarzt herstellen. Der Hausarzt des potentiellen Patienten ist Internist in einer internistischen und hausärztlichen Praxis in Hamburg. Meine Frage dazu ist, ob diese Voraussetzungen gültig sind für das StudiPat. 

Der betreuende Arzt darf auch Internist sein, wenn er allgemeinmedizinisch / hausärztlich tätig ist. 

Sollte mich die Praxis bei Fragen zu patientenbezogenen Daten unterstützen?

Sie sollten grundsätzlich bei der Erstellung der Dossiers, die aktuelle Medikation in den Kontext mit der der Diagnose setzen. Bei offenen Fragen sollten Sie natürlich um Unterstützung bitten.

Gibt es Vorgaben zur Länge des Dossiers?

Da sich der Umfang der Gesprächsinformationen, zum Krankheitsgeschehen und der sozialen Situation, aus der in Erfahrung gebrachten Daten ergibt gibt es hier keine konkrete Vorgabe.

Studienortwechsler zur Klinik - wie fange ich jetzt mit dem StudiPat-Programm an?

Sie bemühen sich anhand der Praxenliste eine Ausbildungspraxis für das StudiPat-Programm zu finden.

Der Ausbildungsarzt wählt einen seiner Patienten aus und führt nach dessen Einwilligung und entsprechender Terminabsprache diesen mit dem Studierenden zusammen. Dieser Patient soll möglichst chronisch krank und multimorbide sein und er sollte eine angemessene Prognose haben.

Der Erstkontakt findet regelmäßig in der Hausarztpraxis statt, der Ausbildungsarzt weist den Studierenden in die Situation ein und berät auf Bitte des Studierenden in organisatorischer und fachlicher Hinsicht.

Weitere Kontakte mit dem Patienten sollten zumindest einmal in der Wohnung des Betreffenden stattfinden und in der Regel persönliche Treffen sein. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise, können Kontakte, wenn vom Patienten gewünscht auch telefonisch stattfinden.

Die Kontakthäufigkeit ist freigestellt; es soll gewährleistet sein, dass der Studierende stets über den gesundheitlichen Zustand und wichtige biografische Entwicklungen informiert ist.

Nach dem 5. Studiensemester:

Schriftliche Patientenvorstellung als Beschreibung der soziodemografischen Daten

Das Erstdossier soll beschreiben, um welchen Patienten es sich handelt, wie er beschaffen ist, seine soziale Situation, die Gründe, weshalb er "Patient" ist, also seine chronischen und akuten Gesundheitsstörungen (Behandlungsgegenstände), seine Erwartungen an die Behandlungen, seine Arztkontakte.

Weiterhin Datum und Ort der Gespräche, sowie den persönlichen Eindruck des Studierenden. Der Umfang des Dossiers ergibt sich aus der Menge der in Erfahrung gebrachten Daten. Wir erwarten ein sprachlich gutes, formal richtiges und strukturiertes Format. Medizinische Fachbegriffe sind nur zu verwenden, wenn der Inhalt verstanden ist. Medikamentenlisten sollten angehängt werden mit Nennung des Substanznamens, der Tagesdosis und der Indikation.

Keine Abgabe des Dossiers im Büro Allgemeinmedizin!

Berichte werden allein vom betreuenden Studipatarzt auf Inhalt und Vollständigkeit überprüft und mit Datum auf dem Verlaufzettel in der Dossiermappe abgezeichnet.

Nach dem 6. Semester:

Kurze Patientenvorstellung beim betreuenden Arzt. Vorlage der bisherigen schriftlichen Arbeit aus dem 4.und 5. Semester zur Sichtkontrolle auf Form und Vollständigkeit.

Abgabe der Dossiers im Büro Allgemeinmedizin!

Vorlage der Dossiermappe bei Schwerpunkt Allgemeinmedizin in den ersten 4 Wochen des neuen Semesters zur Prüfung auf Vollständigkeit.

Nach dem 7. Studiensemester:

Schriftliche Kontaktnotiz nach Formvorgabe Arztbrief

Keine Abgabe der Dossiers im Büro Allgemeinmedizin!

Berichte werden allein vom betreuenden Studipat-Arzt auf Inhalt und Vollständigkeit überprüft und mit Datum auf dem Verlaufzettel in der Dossiermappe abgezeichnet.

Nach dem 8. Studiensemester:

Umfassendes Abschlussdossier über alle Semester.

Nach dem 8. Semester ist ein Abschlussdossier zu verfassen, das eine Übersicht über die gesamte Betreuungszeit gibt, eine persönliche und kritische Wertung des Erlebten enthält und eine fachliche und prognostische Einschätzung umfasst. Dieser Abschlussbericht ist mit der StudiPat-Mappe wiederum im Schwerpunkt Allgemeinmedizin einzureichen und wird dort benotet. Diese Note ist ein Bestandteil der Gesamtnote für das Fach Allgemeinmedizin.

Was gehört in ein Erstdossier?

Ihr erstes Dossier wird formuliert, nachdem Sie mit „Ihrem“ Patienten in der Ausbildungspraxis Kontakt aufgenommen und ein ausführliches Gespräch geführt haben.

Am Semesterende ist letztlich nur ein „Aufsatz“ gefordert wie Sie ihn in Ihrer schulischen Laufbahn schon oft formuliert haben. Er soll nur das wiedergeben, was Sie in diesem Gespräch erfahren haben. Die persönlichen Daten des Patienten, das soziale Umfeld, seine Befindlichkeiten, seine Beschwerden sowie die Erscheinungsformen und Auswirkungen seines „Krankseins“, die ihn letztlich zum Hausarzt führen.

Da Sie am Anfang des Studiums stehen, sollten Sie mit medizinischen Fachausdrücken sehr zurückhaltend sein – zumindest so lange, bis Sie deren Bedeutung und Schreibweise beherrschen.

Reden Sie also mit Ihrem Patienten frei und ohne Vorbehalte, etwa so, wie das entspannte Gespräch mit einem Freund oder Nachbarn. Machen Sie sich einige Notizen und schreiben Sie das Erlebte im Anschluss nieder mit dem Anspruch, Ihren Patienten einem Dritten vorzustellen.

Wie führe ich meine StudiPat-Mappe?

Die bisher vorliegenden Dossiers sind so unterschiedlich in ihrer Form und Ausdruckskraft wie die Patienten, die Ausbildungspraxen und die Studierenden. In den meisten Fällen erscheint der Sinn des Programms allerdings gut erfasst.

Wir wünschen uns für die Weiterführung des Projekts, dass

  • die Dossiermappe chronologisch weitergeführt wird
  • alle Dossiers zusammen vorgelegt werden
  • keine Wiederholungen von Anamnese und Erstbefund geschrieben werden
  • die Dossiers abgeheftet, aber nicht in Prospekthüllen „versiegelt“ werden
  • keine Arztbriefe aus Krankenhäusern als eigene Schreibleistung ausgegeben werden
  • der „Jargon“ unseres Faches, also die literaturübliche Fachsprache, benutzt, aber auch verständlich erklärt wird
  • Namen (von Medikamenten u.ä.) exakt und nicht lautmalerisch verwendet werden
  • die subjektiven Beschwerden, das Befinden der Patienten subtiler erfragt und beschrieben werden
Muss ich die Vereinbarung / Einverständniserklärung im Büro Allgemeinmedizin abgeben?

Die Vereinbarungserklärung mit der Praxis verbleibt in Ihrer Mappe und muss nicht extra bei uns abgegeben werden.

Die Einverständniserklärung mit dem Patienten verbleibt in der Praxis, oder bei Ihren Unterlagen - wird also keinesfalls in Ihrer Dossiermappe aufbewahrt. 

Wann gebe ich das erste Mal meine Dossiers ab?

Die erstmalige Vorlage der Dossiermappe, mit den bis dahin erstellten Arbeiten, erfolgt ERST in den ersten Wochen des 4. Semesters. Also befinden sich Anfang des 4. Semesters 3 Stempel der Praxis auf ihrem Verlauf Zettel, der zum Leistungs-Eintrag bei Klips benötigt wird .

Schicken Sie bitte einen Scan oder ein Foto des gestempelten Dossier-Verlaufzettels unter Angabe ihrer Matrikelnummer, per E-Mail. 

Mein Patient ist verstorben - wie gehe ich weiter vor?

Jeder Verlauf in der Betreuung eines Patienten ist individuell. Bitte melden Sie sich zeitnah im Büro Allgemeinmedizin um eine weitere Vorgehensweise persönlich zu besprechen.

Mein Patient hat die Praxis gewechselt - was nun?

Im günstigsten Fall wechseln Sie mit dem Patienten - wenn der Patient einverstanden ist, nehmen Sie Kontakt mit der neuen Praxis auf, erläutern dem betreuenden Arzt das Programm und bitten um Unterstützung. Im Zweifelsfall nehmen Sie zeitnah Kontakt mit dem Büro Allgemeinmedizin auf und nutzen die persönliche Beratung.

Mein zugeteilter Patient ist nicht multimorbide. Kann ich ihn trotzdem als StudiPat-Patient betreuen?

Beispiel: Der zugeteilte Patient ist nicht multimorbide, er hat z.B. "nur" einen gut eingestellten Diabetes.

Auch ein gut eingestellter Diabetiker lebt mit seinem Kranksein und hat Schnupfen, Rückenschmerz oder sonst etwas. Muss ja nicht beim (Haus-)Arzt gewesen sein. Allerdings soll ein Patient ausgewählt werden, der die üblichen Kontrolltermine auch einhält.
 

Bei meinem Patienten gibt es nichts "Neues". Wie verfahre ich damit bei der weiteren Erstellung der Dossiers?

Dass nichts „Neues“ in einem Betrachtungszeitraum geschieht, darf vorkommen, ist ja auch wünschenswert, da kein „Katastrophenreport“ erstellt werden soll. Da auch nicht in jedem Semester ein Dossier erstellt werden muss, sondern nur am Anfang und am Ende, würden die „Arztbriefe“ resp. die Patientenvorstellungen weniger umfangreich sein.

Mein Patient möchte aufgrund der aktuellen Coronakrise kein persönliches Treffen?

Treffen mit den Patienten sind derzeit, d. h. solange öffentlich Einschränkungen der sozialen Kontakte empfohlen/angeordnet sind, nicht gewünscht. Völlig unabhängig davon, ist gerade jetzt eine Kontaktaufnahme auf anderen Wegen sinnvoll, zweckmäßig und sachgerecht. Es ist nirgendwo festgeschrieben, wie oft, wann und wo eine Kommunikation zwischen Patient und Studierenden stattfindet. Insofern können Abschlussdossiers problemlos verfasst werden.

Was gehört in ein Abschlussdossier?

Sie haben nunmehr „Ihren“ Patienten über vier Jahre betreut und die Verläufe in den bisherigen Dossiers dokumentiert. Sie haben im Normalfall das erfahren, was der langjährige Hausarzt „erlebte Anamnese bzw. Langzeitbetreuung“ nennt. Diese Erfahrung haben Sie einerseits in einer bestimmten schematisierten Form niedergelegt ( Arztbriefformat ) und andererseits mit dem betreuenden Hausarzt zu mindesten zwei Zeitpunkten besprochen (Chefarztvisitenformat / 3. Und 6. Semester).

Nach dem in 8 Studiensemestern angesammelten Wissen, sollen Sie nun ein Abschlussdossier über den gesamten Zeitraum erstellen. Die folgenden Aspekte müssten hierbei berücksichtigt werden:

  • Die Lebensumstände „Ihres“ Patienten im Verlauf.
  • Beschreibung der akuten und chronischen Erkrankungen im Beobachtungszeitraum.
  • Aufzeigen der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen und deren Sinnhaftigkeit in der Rückschau
  • Ihre Empfindungen und Erfahrungen im Umgang mit einem kranken Menschen – also Ihrem Patienten im Laufe der Betreuungszeit.
  • Die erlebte Interaktion zwischen Ihrem Patienten und den schulmedizinischen Vorgaben – beispielsweise auch Begriffe wie „Adhärenz“ sind hier bedeutsam.
  • Die Patientenbeziehung zum behandelnden Hausarzt
  • Welchen Einfluss hatte der Patient auf Sie und ihr berufliches Selbstverständnis?

Wichtig wäre auch hier eine konsequente Gliederung zur sauberen und übersichtlichen Darstellung des Verlaufs in Bezug auf die genannten Aspekte.

Sollte mein Lehrarzt mein Dossier benoten?

Für die Leistungen des 5 -8. Semesters erteilt der Ausbildungsarzt dem Studierenden jeweils zeitnah mit Datum und Unterschrift ein Attest in der StudiPat-Mappe (Verlaufsbogen). Es ist keine Benotung vorgesehen, allerdings soll der Ausbildungsarzt auf eine inhaltlich und formal angemessene Darstellung hinwirken. Die StudiPat-Mappe ist mit allen Testaten im Büro des Schwerpunkt Allgemeinmedizin zur Korrektur / Benotung abzugeben.

Wann muss ich meine Dossiers im klinischen Abschnitt abgeben?

Als Nachweis für das 5. und 6. Semester per E-Mail in den ersten 4 Wochen des neuen Semesters ( 7. Semester). 
Schicken Sie bitte einen Scan oder Foto des gestempelten Laufzettel unter Angabe der Matrikelnummer an angelika.bergrath@uk-koeln.de

Wann muss ich mein Abschlussdossier abgeben?

Abgabe des Abschlussdossiers und der Arztbriefe in den ersten 4 Wochen des neuen Semesters (9. Semester) zur Korrektur und zum Eintrag, des Leistungsnachweis bei Klips.

Bei Abgabe der klinischen Dossiers per Post:
Abgabe der Mappe (beinhaltet alle Dossiers) auf dem Postweg (bitte nur per Einschreiben) oder durch Abgabe in unserem Briefkasten.

Bei Abgabe der klinischen Dossiers per Mail (vorzugsweise):
Bitte schicken Sie die klinischen Dossiers (2 Arztbriefe + Abschlussdossier als PDF oder Word Datei mit einem Foto oder Scan des Verlaufzettels an angelika.bergrath@uk-koeln.de

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